Schon Hippokrates sagte: „Wer stark, gesund und jung bleiben will: Sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente“ Fasten ist also gesund! Diese Aussage hört man immer wieder. Doch die Frage, warum Fasten denn gesund sei, wird doch nicht wirklich beantwortet.
Ich will versuchen ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen, die verschiedenen Fastenarten zu beleuchten und ihre Vorteile, die sie haben zu zeigen.
Grundsätzlich ist Fasten nicht für jeden Menschen empfehlenswert. Schwangere und stillende Frauen sollten nicht fasten. Auch Menschen mit starkem Untergewicht sollten nur bedingt fasten, da sie sehr schnell einen kritischen Bereich erreichen. Grundsätzlich bedeutet Fasten der willentliche Verzicht auf Etwas für eine bestimmte Zeit. Im Folgenden soll es aber um das Fasten von Nahrung gehen, um dem Körper zu entlasten, die natürlichen Heilungsprozesse anzustoßen und den Geist zu klären.
Die Arten des Fastens:
Für Menschen, die nicht mit Essen fasten wollen gibt es z.B. das Zucker-Fasten, Fernsehfasten, Auto-Fasten – was auch immer für Dich einen Verzicht auf Zeit bedeutet.
Kurzzeitfasten – Teilzeitfasten
Das Kurzzeitfasten ist eine Form der Ernährung, bei der an Stelle der üblichen 3 Mahlzeiten über den Tag verteilt, nur noch 2 Mahlzeiten in einer Zeit von ca. 6-8 Stunden gegessen wird. Damit ergibt sich eine essensfreie Zeit von 16-18 Stunden. Das gibt dem Körper die Möglichkeit nicht nur zu verdauen, sondern auch schon kleinere Reparaturen auszuführen. Wir sprechen hier von der Autophagie, bei der alte und schadhafte Zellen aus dem Körper abgebaut werden. Bereits nach kurzer Zeit wird der Geist klarer, die Konzentrationsfähigkeit und das Abstraktionsniveau verbessern sich.
Das Kurzzeitfasten kann dauerhaft als Ernährungsform durchgeführt werden.
Basenfasten
Basenfasten müsste eigentlich Säurefasten heißen, denn tatsächlich wird über einen bestimmten Zeitraum, meist 8, 10 oder 14 Tage vollständig auf säurehaltige oder säurebildende Lebensmittel verzichtet. Basische Lebensmittel können in beliebiger Menge gegessen werden. Dennoch kommt es zu einer Reinigung, wenn auch etwas anders als bei Nahrungskarenz. Krankheiten entstehen meist im sauren Milieu. Im basischen Milieu hat sie keine Chance zu gedeihen. Und genau das ist der Effekt, den wir uns beim Basenfasten zu Nutze machen. Nebenbei ist auch eine Gewichtsreduktion zu beobachten.
Insgesamt ist das Basenfasten nicht so anstrengend für den Kreislauf, wie der vollständige Nahrungsverzicht.
Fasten – vollständiger Nahrungsverzicht
Hier gibt es etliche Unterarten, wie die Mayr-Kur (bei der nur Semmel und Milch konsumiert werden), das Saft-Fasten (hier werden nur Gemüsesäfte genossen), Buchinger-Fasten (Fastensuppe), Breuss-Kur (Gemüsesaft und Fastensuppe), Fasten nach R. Dahlke (Smoothie und Fastensuppe) ,…
Im Grunde haben diese Arten den vollständigen Verzicht auf feste Nahrung gemeinsam, der mit Säften und Suppen verhindert, dass der Körper all zu sehr demineralisiert und damit der Kreislauf Probleme bekommt.
Der Ablauf ist oft sehr ähnlich. Die ersten Tage sind meist die schwierigsten, weil die Gedanken oft um das Essen kreisen und der Hunger sich noch meldet. Der Körper muss sich umstellen, indem er nun an die Reserven geht und auf ketogene Verbrennung umstellt. Ab dem 3. Tag wird es meist besser. Die erste Fastenkrise ist genommen, der Körper hat sich umgestellt. Jetzt muss nur darauf geachtet werden, dass die frei werdenden Stoffwechselendprodukte den Körper verlassen können und ausgeschieden werden.
Insgesamt spart der Körper nun die Energie für die Verdauung, was dazu führt, dass man sich recht leicht und gut fühlt. So erlebt man die verbleibenden Fastentage meist in guter Stimmung.
Kommt der Tag des Fastenbrechens ist die Freude über den Biss in ein Stück Apfel groß. Wichtig ist jetzt nicht übermütig zu werden. Die Darmflora hat sich etwas umgebaut und muss nun wieder angepasst werden. Das tut sie mit dem, was dem Körper nun als Nahrung angeboten wird. Die sogenannten „Aufbautage“. Sie dauern meist 3-5 Tage und sind sehr wichtig.
Wenn Du noch keine Erfahrung mit dem Fasten hast, sprich mich an und wir überlegen, welche Fastenform für Dich die Geeignete ist.
Zweimal im Jahr führen wir in der Praxis Fastenwochen durch. Ich begleite Dich auch gerne online.