Wenn die Temperaturen ansteigen und die Beine mehr als in den Wintermonaten sichtbar werden kommen sie zum Vorschein. Krampfadern (Varizen) und Besenreiser. Aber wie kommt es dazu und was kann man dagegen machen?

Grundsätzlich sind mehr Frauen als Männer davon betroffen. Ursächlich ist das weibliche Hormon Östrogen daran beteiligt. Aber auch das Gewicht, Bewegungsmangel, das Alter und z.T. die genetische Disposition (aber nur zu einem sehr geringen Anteil!) stellen ein Risiko dar. So wundert es nicht, dass Varizen vermehrt in der Schwangerschaft auftreten.
Aber auch durch Blutgerinnsel z.B. nach Operationen können sie erscheinen.

Wenn die Elastizität der Gefäßwände nachlässt oder Venenklappen (sie verhindern das Zurückfließen des Blutes) beschädigt werden, staut sich das Blut in den Gefäßen und diese werden weit und sacken aus. Die Folge sind angeschwollene, schwere Beine mit Spannungsgefühl.

Im fortgeschrittenen Stadium ist die Durchblutung der Beine eingeschränkt und es können sich schlecht heilende Geschwüre bilden, die auch als „offene Beine“ bezeichnet werden. Diese Geschwüre sind ein guter Nährboden für Infektionen, die sich ausbreiten können. Sie müssen immer behandelt werden.

Hier einige Hinweise, damit es gar nicht erst soweit kommt:

  • Langes Stehen oder Sitzen vermeiden, nicht die Knie übereinander schlagen.
  • Regelmäßige Bewegung und Ausdauersport zur Kräftigung des Bindegewebes und Anregung der Muskelpumpe, die die Venenfunktion unterstützt.
  • Hochlagern der Beine, auch gerne mal 2-3 min. an die Wand lehnen, damit das Blut wieder in den Körper zurück fließen kann.
  • Hitze vermeiden. Durch Wärme werden die Venen weit gestellt und das Blut versackt noch mehr.
    Wechselduschen und Kneipp’sche Güsse. Sie aktivieren die Pumpleistung der Gefäße und halten die Gefäßwände elastisch.
  • Wenn nichts mehr hilft sind Kompressionsstrümpfe angesagt. Sie Verengen die Gefäße von außen, wenn die Muskeln und das Bindegewebe es nicht mehr schaffen.

In meiner Praxis kann ich z.B. mit der ISBT Bowen Therapie eine Aktivierung des Bindegewebes unterstützen.